Industrie und Präzisionsfertigung
Maschinenbau · Zerspanung · Werkzeugbau
Technische Daten vertragen keine schöne Sprache
In der Präzisionsfertigung entscheidet ein Zehntelmillimeter über Verwendbarkeit. Toleranzen, Werkstoffangaben und Normbezüge sind keine Beschreibung des Produkts — sie sind das Produkt. Wer damit arbeitet, braucht Systeme, die den Unterschied zwischen Fakt und Formulierung kennen.
Typische Aufgabenstellungen
Situationen, die uns regelmäßig begegnen. Keine Reihenfolge — jeder Fall steht für sich.
Technische Produktdaten aufbereiten
Ausgangslage
Toleranzen, Werkstoffe und Normbezüge liegen in der Warenwirtschaft, für Katalog und Shop fehlt jede Beschreibung.
Lösungsweg
Beschreibungen werden aus den vorhandenen Daten erzeugt, in einheitlicher Struktur. Technische Werte werden unverändert durchgereicht.
Worauf es ankommt
Textautomatisierung darf Maßangaben, Toleranzen und Normbezüge unter keinen Umständen anfassen. Ein sprachlich geglätteter Toleranzwert ist ein Sachmangel.
Kalkulation bei Sonderteilen
Ausgangslage
Anfragen für Sonderteile kommen als Zeichnung. Die Kalkulation stützt sich auf Erfahrung, die in alten Vorgängen und in Köpfen steckt.
Lösungsweg
Vergleichbare Vorgänge werden gesucht und als Kalkulationsvorschlag aufbereitet — mit Verweis auf die zugrundeliegenden Fälle.
Worauf es ankommt
Ein Preis ohne Herleitung wird von keinem erfahrenen Kalkulator übernommen. Nachvollziehbarkeit entscheidet über Akzeptanz.
Händlerportale und Konfiguratoren
Ausgangslage
Variantenreiche Sortimente lassen sich in einer Preisliste nicht mehr abbilden. Händler rufen an, statt selbst zu konfigurieren.
Lösungsweg
Ein Konfigurator, der die tatsächlichen Fertigungsregeln kennt, angebunden an Warenwirtschaft und EDI-Wege.
Worauf es ankommt
Die Regeln müssen aus der Fertigung kommen, nicht aus dem Vertrieb. Ein Konfigurator, der Unmögliches zulässt, erzeugt Reklamationen statt Aufträge.
Internationale Sichtbarkeit
Technische Sortimente werden international gesucht — oft in Fachbegriffen, die sich nicht wörtlich übersetzen lassen. Mehrsprachigkeit heißt hier gepflegte Terminologie, nicht maschinelle Übersetzung.
Zulieferer für die Medizintechnik
Ein erheblicher Teil der Zerspanungsbetriebe in dieser Region fertigt für die Medizintechnik — orthopädische Schrauben, Instrumententeile, Implantatkomponenten aus Titan, Platin und hochfesten Werkstoffen. Damit gelten für sie zwei Welten gleichzeitig: die Toleranzlogik der Fertigung und die Dokumentationspflicht der Medizintechnik.
Das hat handfeste Folgen für jedes System, das wir dort bauen. Chargenbezug und Rückverfolgbarkeit sind keine Zusatzfelder, sondern bestimmen das Datenmodell. Wer sie nachträglich einbaut, baut zweimal.
Wenn das auf Sie zutrifft, lohnt zusätzlich der Blick auf unsere Medizintechnik-Seite — dort geht es um Kennzeichnung, UDI und Freigabestufen bei Übersetzungen.
EDI, Lieferabrufe und Rahmenverträge
Im Zuliefergeschäft laufen Bestellungen selten über einen Shop. Sie kommen als EDI-Nachricht, als Lieferabruf oder als Rahmenvertragsabruf — und sie erwarten eine Rückmeldung im selben Format.
Wer diese Wege bedienen kann, wird als Lieferant leichter gelistet. Wer es nicht kann, pflegt Abrufe von Hand in die Warenwirtschaft und merkt erst bei der ersten Abweichung, wie teuer das ist. Wir bauen die Anbindung so, dass Abweichungen gemeldet statt stillschweigend übernommen werden — dieselbe Regel wie bei jeder ERP-Schnittstelle.
Kunden, für die wir arbeiten durften
Hommel + Keller Präzisionswerkzeuge · PFZ Peuker · WWR Zerspanungstechnik · Wirth Schaumstoffe · Mall Umweltsysteme · Gentner Drehteile · Hans Stegmeier Heizelemente · Dornis Automation · Maico Ventilatoren · CHIRON
Nicht jede dieser Zusammenarbeiten läuft heute noch.