Gespräch an einem Empfang

Arztpraxen · Anwendungsfall

Online-Terminvergabe, die zum Praxisablauf passt

Die Anmeldung ist morgens um acht am Telefon nicht erreichbar, weil sie am Telefon ist. Online-Termine helfen nur, wenn sie den Praxiskalender führen, statt einen zweiten zu erzeugen. Und wenn die Anfragewege rechtlich sauber sind.

Ausgangslage

Ein Kalender in der Praxis, ein Buchungstool im Internet, und beide stimmen nicht überein

Viele Praxen haben ein Buchungstool ausprobiert. Es lief neben dem Praxisverwaltungssystem her, die MFA übertrugen Termine von Hand, Doppelbuchungen häuften sich, und nach einem halben Jahr war es wieder abgeschaltet. Parallel klingelt das Telefon: Terminwünsche, Rezeptbestellungen, Fragen zu Öffnungszeiten und Befunden. Die Anmeldung ist am Anschlag, Patienten hängen in der Warteschleife, und die Praxis wirkt auf Google unerreichbar.

Dazu kommt das Recht: Was Patienten in ein Kontaktformular schreiben, sind regelmäßig Gesundheitsdaten nach Artikel 9 DSGVO. Ein Freitextfeld ohne Hinweis und eine unverschlüsselte Mail an die Praxis sind der häufigste Fehler, den wir auf Praxis-Websites sehen.

Wir betreuen Praxen, Apotheken und Gesundheitsanbieter in der Region und kennen die Abläufe hinter der Anmeldung.

Lösungsweg

Erst das Praxisverwaltungssystem, dann die Website

PVS-Anbindung klären

Welches System ist im Einsatz, welche Terminschnittstelle bietet es, mit welchen Buchungsdiensten arbeitet es zusammen. Das entscheidet, ob wir anbinden oder eine eigene Terminführung bauen.

Terminarten und Regeln

Welche Termine online buchbar sind, welche nicht. Dauer, Vorlauf, Pufferzeiten, Terminarten je Behandler. Die Regeln kommen aus der Praxis, nicht aus dem Tool.

Buchung auf der Website

Mobil zuerst, barrierefrei, in zwei Minuten erledigt. Bestätigung und Erinnerung per Mail oder SMS, Absage mit einem Klick, Nachrücker aus der Warteliste.

Anfragewege nach DSGVO

Formulare fragen nur ab, was für den Termin nötig ist, mit klarem Hinweis, was nicht hineingehört. Verschlüsselt übertragen, verschlüsselt abgelegt, keine Klartext-Mails.

Assistent für Routineanrufe

Ein Sprach- oder Textassistent nimmt Terminwünsche, Rezeptbestellungen und Standardfragen strukturiert auf. Medizinisches und Dringendes geht sofort an einen Menschen.

Mehrsprachig und barrierefrei

Terminbuchung in den Sprachen der Patientenschaft, nicht per Übersetzungs-Widget. Kontraste, Tastaturbedienung und Beschriftungen, weil viele Patienten älter oder eingeschränkt sind.

Ablauf

So gehen wir ein Terminprojekt an

  1. Erstgespräch, kostenfrei. Welches PVS, wie viele Behandler, welche Terminarten, wo entsteht heute der Druck an der Anmeldung.
  2. Schnittstelle und Regeln. Anbindung prüfen, Terminarten und Regeln mit der Praxisleitung und den MFA festlegen.
  3. Umsetzung auf der Website. Buchungsstrecke, Anfragewege, Datenschutzhinweise. Abgestimmt mit Ihrem Datenschutzbeauftragten.
  4. Testphase mit einer Terminart. Zum Beispiel Vorsorge oder Impfung. Messen, wie viele Anrufe wegfallen, dann erweitern.
  5. Assistent für Routineanrufe, wenn gewünscht. Mit klaren Grenzen, was er darf, und laufender Betreuung.

Worauf es ankommt

Ein zweiter Kalender ist schlimmer als keiner

Online-Terminvergabe wird angenommen, wenn sie zum Ablauf der Praxis passt. Deshalb beginnt jedes Projekt beim Praxisverwaltungssystem, nicht bei der Website. Und deshalb entscheidet die Praxis, welche Termine online gehen und welche am Telefon bleiben.

Was den Text betrifft: Was eine Praxis über ihre Leistungen sagen darf, regelt das Heilmittelwerbegesetz. Wir weisen auf Kritisches hin. Die rechtliche Bewertung im Einzelfall bleibt bei Ihrem Berufsrecht.

Passende Lösungen

Damit arbeiten wir

Dieser Anwendungsfall verbindet Websites, Individualsoftware für Terminführung und Anbindung sowie KI-Anwendungen für den Assistenten. Hintergrund zur Branche: Arztpraxen.

Häufige Fragen

Was Praxen dazu fragen

Passt das zu unserem Praxisverwaltungssystem?
Das ist die erste Frage, die wir klären. Viele Systeme bieten eine Terminschnittstelle oder arbeiten mit bestimmten Buchungsdiensten zusammen. Gibt es keine Schnittstelle, bauen wir die Terminvergabe so, dass sie den Praxiskalender führt und nicht daneben läuft.
Dürfen Patienten ihr Anliegen online beschreiben?
Nur in dem Umfang, der für den Termin nötig ist, mit klarem Hinweis, was nicht ins Formular gehört. Freitextfelder ohne Hinweis laden zur Übermittlung von Gesundheitsdaten ein. Übertragung und Ablage sind verschlüsselt, Mails im Klartext gibt es nicht.
Kann ein Sprachassistent Anrufe annehmen?
Ja, für Routinen wie Terminwunsch, Rezeptbestellung oder Öffnungszeiten. Er nimmt das Anliegen strukturiert auf, die Entscheidung bleibt bei der Anmeldung. Alles, was medizinisch ist oder dringend klingt, wird sofort an einen Menschen durchgestellt.
Was kostet das?
Das hängt vom PVS und vom Umfang ab. Im kostenfreien Erstgespräch klären wir, ob eine Anbindung möglich ist, und nennen danach einen Rahmen. Keine Lizenz pro Termin, keine Provision.