Industrieroboter in einer Fertigungshalle

Anwendungsfall · Handel und Hersteller mit Shop

ERP und Shop synchron halten

Dieselben Artikel im ERP, im Shop und in einer Excel-Datei, die jemand pflegt, seit er im Unternehmen ist. Solange alles ruhig läuft, geht das. Bis zur nächsten Preisrunde.

Ausgangslage

Drei Stellen, an denen Daten auseinanderlaufen

Artikel und Preise werden im ERP gepflegt und von Hand in den Shop übertragen. Bei größeren Sortimenten dauert eine Preisrunde Tage, und Abweichungen fallen erst auf, wenn ein Kunde reklamiert. Bestände im Shop stimmen nur morgens. Shop-Bestellungen werden ausgedruckt oder abgetippt, bei wenigen am Tag geht das, ab einer gewissen Menge wird es zur Fehlerquelle.

Und im B2B kommt die Preisfrage dazu: Jeder Kunde hat eigene Staffeln, Rabatte und Sortimentsfreigaben. Im ERP sind sie hinterlegt, im Shop nicht. Also ruft der Kunde an, statt zu bestellen.

Lösungsweg

Eine Schnittstelle, klare Regeln

Artikelstamm synchron

Ein Abgleichdienst überträgt Artikeldaten, Preise und Bestände in festgelegten Intervallen. Welches System pro Feld führend ist, wird vorher festgelegt. Konflikte werden protokolliert statt überschrieben.

Bestellungen automatisch übernehmen

Shop-Bestellungen werden direkt als Auftrag im ERP angelegt, inklusive Kundenzuordnung, Versandart und Zahlart. Was nicht sicher zugeordnet werden kann, kommt auf eine Prüfliste.

Kundenindividuelle Preise

Der Shop fragt Preise und Freigaben zum Zeitpunkt des Aufrufs beim ERP ab oder erhält sie vorberechnet, je nachdem, wie belastbar das ERP ist. Antwortzeiten sind dabei die entscheidende Größe.

Bestände in Echtzeit

Verfügbarkeit im Shop, die stimmt. Reservierungen bei Bestellung, Rückmeldung bei Wareneingang. Kein Verkauf von Ware, die nicht da ist.

Status zurück zum Kunden

Auftragsstatus, Versand und Sendungsnummer laufen vom ERP zurück in den Shop und ins Kundenkonto. Weniger Anrufe “wo bleibt meine Lieferung”.

Überwachung

Jede Übertragung ist protokolliert. Wenn etwas hängt, sieht es jemand, bevor der Kunde es merkt. Fehlermeldungen in Klartext, nicht in Logdateien.

Ablauf

So läuft ein Schnittstellenprojekt

  1. Erstgespräch, kostenfrei. Welche Systeme sind im Einsatz, welche Schnittstellen bieten sie, wo entsteht heute der Aufwand.
  2. Technische Prüfung. Datenmodell, Mengengerüst, Besonderheiten des ERP. Bei Majesty, SAP und SelectLine kennen wir die Eigenheiten aus dem Betrieb.
  3. Festlegung. Was wird synchronisiert, in welche Richtung, wie oft, wer ist führend. Schriftlich, bevor entwickelt wird.
  4. Umsetzung mit Testumgebung. Entwicklung gegen echte Daten ohne Risiko für den laufenden Betrieb.
  5. Livegang mit Parallelbetrieb. Danach Übergabe, Überwachung und Betreuung.

Worauf es ankommt

Die Frage, die vorher beantwortet sein muss

Welches System besitzt die Wahrheit? Wird diese Frage übersprungen, entstehen Datenkonflikte, die später teuer zu bereinigen sind. Deshalb steht sie bei uns am Anfang, pro Feld, schriftlich. Und: Eine Schnittstelle, die zehn Prozent der Fälle falsch verbucht, wird nach zwei Wochen abgeschaltet. Der Umgang mit Sonderfällen entscheidet, ob die Automatisierung Vertrauen gewinnt.

Passende Lösungen

Damit arbeiten wir

Details zu Systemen und Vorgehen: ERP-Schnittstellen. Für den Shop selbst: Shopware für B2B. Wenn auch Katalog und Datenblätter aus demselben Bestand kommen sollen: Produktdaten und Katalog.

Häufige Fragen

Was Händler und Hersteller dazu fragen

Welche ERP-Systeme können angebunden werden?
Nachweislich angebunden haben wir Majesty, Majesty.NET, SAP und SelectLine. Grundsätzlich jedes System mit Schnittstelle, API oder geregeltem Datenexport, etwa Dynamics 365 Business Central, Sage 100, proALPHA, abas, weclapp, JTL-Wawi, Xentral oder Odoo.
Welches System ist führend?
Das wird pro Feld festgelegt, bevor die erste Zeile Code entsteht. Meist: ERP für Artikelstamm, Preise und Bestände, Shop für Beschreibungen und Medien, ERP für Aufträge. Konflikte werden protokolliert, nicht stillschweigend überschrieben.
Wie oft wird synchronisiert?
Bestände und Preise meist in kurzen Intervallen oder bei Änderung, Artikelstammdaten täglich, Bestellungen sofort. Das Intervall richtet sich danach, wie belastbar das ERP unter Last ist.
Wir haben einen alten Shop. Geht das trotzdem?
Oft ja, wenn der Shop eine API hat. Bei sehr alten Systemen lohnt sich meist der Wechsel, etwa von Shopware 5 auf 6, und die Schnittstelle wird dann gleich für das neue System gebaut.